Jun. 22.

Grafen von Cilli


Die Grafen von Cilli (slow. Celjski grofje) waren Nachkommen des hochfreien Adelsgeschlechts der Herren von Sanneck (slow. Žovneški gospodje). Kluge Heiratspolitik und das klare Erkennen politischer Chancen ermöglichten ihnen einen gewaltigen sozialen Aufstieg. Zunächst waren sie treue Vasallen des Hauses Habsburg, später dessen gefährlichste Konkurrenten. Im Jahre 1341 wurden sie von Kaiser Ludwig dem Bayern in den Grafenstand und im Jahre 1436 von Kaiser Sigismund in den Reichsfürstenstand erhoben. Der letzte Cillier, Ulrich II., wurde 1456 wegen seiner Politik in Belgrad ermordet. Damit folgte dem steilen Aufstieg der jähe Absturz.

Gevierter Schild: 1 und 4 zwei rote Balken im silbernen Feld (Stammwappen Sanneck); 2 und 3 drei achtstrahlige (auch sechsstrahlige) goldene Sterne (Anordnung 2,1) im blauen Feld (Heunburg) (Darstellung nach Kraßler). Auf dem Schild 2 Bügelhelme auch Spangenhelme, Helmkleinod: 1. ein Flug mit einem Schräglinksbalken, 2. sechs Straußenfedern übereinander (3:3), Decken: 1. rot-silber (Sanneck), 2. blau-gold (Heunburg) (nach Valvasors Darstellung des Wappens, jedoch ohne Tinkturen)
Ihr Wappen übernahmen die Grafen von Cilli von ihren Ahnen, den Herren von Sanneck. Deren ursprüngliches Wappen waren die zwei roten Balken auf silbernem Grund. Im Jahr 1322 fügten sie diesem die drei Sterne auf blauem Grund hinzu, die ursprünglich das Wappen der Grafen von Heunburg waren. Heute finden sich die drei Sterne auf blauem Grund im Staatswappen der Republik Slowenien.
Die Grafen von Cilli waren die Nachkommen der Herren von Sanneck. Diese hatten 1322 die Grafen von Heunburg beerbt und so ihren Besitz deutlich vergrößert. 1341 wurden sie von Kaiser Ludwig dem Bayern mit der Grafschaft Cilli belehnt und führten fortan diesen Namen. Der bedeutendste Vertreter des Hauses Cilli war Hermann II. Dieser rettete König Sigismund in der Schlacht von Nikopolis 1396 das Leben und befreite ihn 1401 zusammen mit dem späteren Palatin Nikolaus Gara aus der Gefangenschaft der ungarischen Großen. Barbara, Hermanns Tochter, wurde Sigismunds zweite Gemahlin. 1420 erbte Hermann II. die Grafschaft Ortenburg. Er starb 1435. Sein Sohn Friedrich und sein Enkel Ulrich II. wurden 1436 von Kaiser Sigismund zu Reichsfürsten erhoben.
Die Cillier besaßen zahlreiche Besitzungen in der Steiermark, Krain und Ungarn. Der letzte männliche Spross der Familie, Ulrich, fiel am 9. November 1456 in Belgrad einem Anschlag von Ladislaus Hunyadi zum Opfer. Ulrich hatte zwar zwei Söhne, Hermann und Georg, jedoch waren beide vor ihm gestorben. So erbten die Habsburger aufgrund eines Erbvertrages den größten Teil der riesigen Territorien der Cillier.
Die wichtigste historische Quelle zu den Grafen von Cilli ist die Cillier Chronik (Teil: Sechste Epoche Von der Erhebung der Herren von Sanneck in den Grafenstand bis zum Tod des letzten Grafen von Cilli 1341–1456).
Dem deutschen Namen der Herrschaft ist, soweit bekannt, die slowenische beziehungsweise kroatische Bezeichnung angefügt.
Aufgrund eines Erbvertrages zwischen den Grafen von Ortenburg und den Grafen von Cilli vom Jahre 1377 fiel im Jahre 1418 mit dem Erlöschen der Grafen von Ortenburg deren Besitz an die Cillier.
Hinzu kamen noch im 13. Jahrhundert bedeutende Lehen von Aquileja und dem Bistum Gurk.


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